In Griechenland beginnt kaum jemand ein Essen mit einem Hauptgericht. Zuerst kommen die kleinen Teller, und zwar alle gleichzeitig. Wer das einmal erlebt hat, versteht, warum ein griechischer Abend selten kurz ist.
Meze ist keine Vorspeise im deutschen Sinn
Eine Vorspeise steht vor dem Hauptgang. Meze steht in der Mitte des Tisches, und jeder greift zu. Es gibt keine Reihenfolge, keine Portionsgrenze und keinen Grund, sich zu beeilen. Die Teller bleiben stehen, solange geredet wird.
Genau deshalb funktioniert das Konzept auch in Bremen so gut. Wer zu sechst am Tisch sitzt und sich nicht einigen kann, bestellt einfach acht kleine Teller statt sechs großer.
Die Klassiker, die auf keinem Tisch fehlen sollten
- Zaziki. Griechischer Joghurt, Gurke, Knoblauch, Olivenöl. Die Gurke muss ausgedrückt werden, sonst wird es wässrig. Daran erkennt man ein gutes Zaziki noch vor dem ersten Bissen.
- Saganaki. Schafskäse in der Pfanne, außen Kruste, innen weich. Kommt heiß auf den Tisch oder gar nicht.
- Gefüllte Champignons. Mit Hackfleisch oder Weichkäse, überbacken mit Gouda.
- Weinblätter. Mit gewürztem Reis gefüllt, kühl serviert, mit Zitrone.
- Bruschetta auf griechische Art. Pitabrot statt Baguette, dazu Tomatenwürfel, Zwiebeln, Knoblauch und Petersilie.
- Gambas. Entweder in Olivenöl mit Knoblauch aus der Pfanne oder mit Metaxasauce überbacken.
Warm und kalt gehören zusammen
Ein häufiger Fehler beim Bestellen: Es landen nur warme Teller auf dem Tisch. Dann schmeckt nach dem dritten Bissen alles ähnlich. Die Mischung macht den Unterschied. Kaltes Zaziki neben heißem Saganaki, säuerliche Weinblätter neben gebratenen Zucchini, dazu warmes Pitabrot, das man in alles hineintunken kann.
Als Faustregel für eine Runde von vier Personen: zwei kalte Teller, drei warme, dazu Brot. Das reicht als Einstieg, ohne dass später niemand mehr das Hauptgericht schafft.
Pikilia, wenn du dich nicht entscheiden kannst
Für unentschlossene Tische gibt es die gemischte Platte. Bei uns heißt sie Pikilia Sparta und bringt mehrere warme Vorspeisen auf einem Teller zusammen: Hackfleischbällchen, Saganaki, gebratene Zucchini, Tirokafteri, gebratene Auberginen, dicke Bohnen, Peperoni vom Grill, gefüllte Champignons und Weinblätter. Für zwei Personen als Einstieg ist das üppig, für vier passt es genau.
Was dazu passt
Zu Meze trinkt man in Griechenland selten Bier. Üblich sind Ouzo mit Eis und Wasser oder ein trockener Weißwein. Ein Assyrtiko von der Insel Santorin hat genug Säure, um gegen Knoblauch und Olivenöl zu bestehen. Wer es milder mag, nimmt einen Retsina, sollte aber wissen, worauf er sich einlässt: Das Harz schmeckt man deutlich.
Unsere Weinkarte führt mehrere griechische Weine, die genau für solche Abende gedacht sind.
Einen Meze-Abend in Bremen-Lesum planen
Für größere Runden lohnt sich eine kurze Ansage bei der Reservierung. Dann stellen wir den Tisch so, dass alle an die Teller in der Mitte kommen, und bringen das Brot in mehreren Runden, damit es warm bleibt. Bei Gruppen ab acht Personen sprechen wir die Zusammenstellung gern vorher mit dir durch.
Alle Vorspeisen findest du in der Speisekarte. Reservieren kannst du online oder unter 0421 637311. Wir sind montags ab 16 Uhr und von Mittwoch bis Sonntag ab 12 Uhr für dich da, dienstags ist Ruhetag.





