Gegrillte Souvlaki-Spieße und geschnittenes Gyros auf einem Keramikteller

Souvlaki oder Gyros: Wo genau der Unterschied liegt

Souvlaki kommt vom Spieß, Gyros vom Drehspieß, und Bifteki ist beides nicht. Woran du gutes Gyros erkennst und wann welches Gericht auf deinen Teller gehört.

Am Nachbartisch sitzt ein Paar aus Vegesack, Stammgäste seit Jahren. Sie bestellt Souvlaki, er Gyros. Als die Teller kommen, schaut er hinüber und sagt: „Ist doch beides dasselbe Fleisch.” Sie schüttelt den Kopf.

Beide haben ein bisschen recht. Und beide liegen ein bisschen daneben.

Souvlaki ist das Fleisch am Spieß

Souvlaki heißt wörtlich „kleiner Spieß”. Das Fleisch, klassisch Schwein, wird in Würfel geschnitten und liegt vor dem Grillen mehrere Stunden in einer Marinade aus Olivenöl, Zitronensaft, Oregano und Knoblauch. Dann kommt es auf den Holzspieß und über die Glut.

Entscheidend ist die Größe der Würfel. Zu klein, und sie trocknen aus, bevor sie außen Farbe bekommen. Zu groß, und außen ist es fertig, während innen noch nichts passiert ist. Wer schon einmal in einer Taverne am Hafen von Piräus gegessen hat, kennt den Unterschied sofort.

Gyros ist das Fleisch vom Drehspieß

Gyros kommt von „gyro”, der Drehung. Hier werden dünne Fleischscheiben aufeinandergeschichtet, gewürzt, auf einen senkrechten Spieß gesteckt und stundenlang gedreht. Abgeschnitten wird immer nur die äußere Schicht, die gerade fertig ist.

Deshalb schmeckt Gyros anders als Souvlaki, obwohl oft dasselbe Stück Schwein die Grundlage ist. Die Scheiben sind dünner, die Ränder karamellisieren, und die Würzmischung geht in eine andere Richtung: neben Oregano kommen Kreuzkümmel, Paprika und häufig etwas Thymian dazu.

Woran du gutes Gyros erkennst

  • Es wird frisch vom Spieß geschnitten und nicht aus einer Warmhaltewanne geschöpft.
  • Die Ränder sind knusprig, das Innere ist saftig. Trockene, gleichmäßig graue Streifen sind ein schlechtes Zeichen.
  • Es riecht nach Gewürzen, nicht nach Fett.
  • Auf dem Teller liegt kein See aus Öl.

Und was ist dann Bifteki, Kalamaki oder Suflaki?

Diese Begriffe sorgen für die meiste Verwirrung, dabei ist die Sache einfach.

  • Bifteki ist kein Spießgericht, sondern gewürztes Hackfleisch, flach geformt und gegrillt. Häufig gefüllt mit Schafskäse, der beim Aufschneiden herausläuft.
  • Kalamaki ist in Athen das übliche Wort für den kleinen Souvlaki-Spieß. In Nordgriechenland sagt kaum jemand so.
  • Suflaki oder Souflaki sind schlicht andere Schreibweisen für dasselbe Gericht. Das griechische Wort lässt sich nun einmal nicht eindeutig übertragen.

Wann passt was?

Wenn du ganze Fleischstücke magst, bei denen man den Biss spürt, nimm Souvlaki. Wenn du es lieber würziger und schneller auf dem Teller hast, passt Gyros besser. Mittags entscheiden sich die meisten unserer Gäste für Gyros, abends kippt es Richtung Spieß und Platte.

Wer sich nicht festlegen will, nimmt eine Platte. Auf der Dias-Platte liegen Souvlaki, Filet und Bifteki nebeneinander, und die Diskussion am Tisch erledigt sich von selbst.

So machen wir es im Sparta in Bremen-Lesum

Bei uns steht beides auf der Karte, und zwar nebeneinander, damit niemand raten muss. Es gibt Souvlaki einzeln oder als „Zwei Souvlakis”, Giros mit Reis, Giros mit Saganaki und ein Souvlaki Spezial, das mit Schafskäse gefüllt ist. Zu allen Hauptgerichten kommen Krautsalat und Zaziki auf den Tisch, ohne dass du danach fragen musst.

Die vollständige Auswahl findest du in unserer Speisekarte. Wenn du wegen einer Unverträglichkeit genauer hinsehen möchtest, liegt die Karte auch mit allen Allergenen und Zusatzstoffen vor.

Vorbeikommen

Du findest uns in der Hindenburgstraße 14a in 28717 Bremen-Lesum. Montags haben wir ab 16 Uhr geöffnet, dienstags ist Ruhetag, von Mittwoch bis Sonntag sind wir ab 12 Uhr für dich da. Einen Tisch kannst du online reservieren oder telefonisch unter 0421 637311.